Leitbild und Satzung

Unsere vollständige Satzung zum Herunterladen.
Das Leitbild auf einen Blick:

Unsere Genossenschaft will in und um Leipzig

1. Dauerhaft bezahlbaren und selbstbestimmten Wohnraum schaffen und dem renditeorientierten Immobilienmarkt entziehen

Privateigentum an Grund und Häusern soll dauerhaft zugunsten einer gemeinwohlorientierten Bewirtschaftung ausgeschlossen werden. Die Genossenschaft legt dabei besonders Wert auf Dezentralität und Selbstverwaltung, um Bürokratisierungstendenzen zu vermeiden.

2. Selbstorganisation vor allem im Wohnbereich fördern

Die Genossenschaft lebt durch das gemeinsame Handeln ihrer Mitglieder. Sie fördert die kollektive Handlungsfähigkeit ihrer Mitglieder in Form von Selbsthilfe und Selbstorganisation in den Häusern. Die Hausgemeinschaften regeln Fragen des Lebens in den Häusern autonom. Die Genossenschaft soll für verschiedene kulturelle, Einkommens- und Altersmilieus zugänglich sein. Sie ermöglicht daher verschiedene Zugänge zum Thema Selbstorganisation: zwischen starker Gemeinschaft und Einzelwohnungen sind verschiedene Modelle möglich. Grundsatz bleibt: die Genossenschaft fördert Selbstbestimmung. Jede Hausgemeinschaft ist darum mindestens mit einer_m Ver-treter_in im Aufsichtsrat vertreten.

3. Solidarität entwickeln

Die Genossenschaft versteht sich als Solidarverbund. Sie fördert Solidarität auf verschiedenen Ebenen: Im Haus strebt sie solidarische Mietmodelle und Kooperation im Alltag an. Zwischen den Häusern zeigt sich Solidarität etwa in der Unterstützung neuer durch bestehende Projekte, in Form von Beratung, Baueinsätzen oder finanzieller Unterstützung. In Richtung Nachbarschaft und Stadtgesellschaft strebt sie die Schaffung öffentlicher Räume in ihren Häusern sowie nachbarschaftliche Selbsthilfe an.

Die Genossenschaft will wachsen. Ihr Ziel ist es, nicht nur den bestehenden Mitgliedern ein möglichst preiswertes Wohnen zu ermöglichen, sondern dazu beizutragen, gute und selbstbestimmte Räume für alle zu schaffen.

4. Mehr als Wohnen

Die Genossenschaft will bezahlbaren und selbstbestimmten Wohn-, Arbeits- und Kulturraum schaffen. Aus der Mischung unterschiedlicher Nutzungen in den Häusern entsteht Lebensqualität. Die Genossenschaft schafft Räume für Selbsthilfe (ob für Gemüsecoop oder Selbsthilfewerkstatt).

5. Gesellschaftlich tätig sein

Die Genossenschaft behält im Blick, dass es aus unterschiedlichen Erfahrungen und kulturellen Milieus verschiedene Zugänge zu den Werten Selbstorganisation und Kooperation gibt.

Die Genossenschaft setzt sich intern und nach außen gegen Ideologien der Ausgrenzung und Ungleichwertigkeit ein.

Die Genossenschaft legt Wert auf ökologisches Handeln. Sie will dazu beitragen, den scheinbaren Widerspruch zwischen sozial orientierten Mieten und einem ökologischen Gesellschaftsumbau aufzulösen.

Die Genossenschaft strebt keine »Insel des schönen Wohnens« an. Sie versteht sich als Teil einer Bewegung, die das Recht auf Stadt verwirklichen will – für alle.